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SA | 3.November | 19.00 Uhr
Auftaktveranstaltung mit dem Kabarettisten Sebastian Schnoy
Hauptsache Europa. Jetzt erst recht!
Große Auftaktveranstaltung der Literaturtage mit dem Kabarettisten Sebastian Schnoy
Musik: Jugendstreichorchester der Musikschule Landshut
Ort: ALTE KASERNE – Jugendkulturzentrum der Stadt Landshut, Liesl-Karlstadt-Weg 4
Eintritt frei - Anmeldung erforderlich bei andrea.wackerbauer@landshut.de
Putzmunter, höchst vergnüglich, engagiert und lehrreich mitten hinein ins Thema Europa: Sebastian Schnoy, vielfach preisgekrönter Kabarettist und Autor von unterhaltsamen historischen Sachbüchern wie "Von Napoleon lernen, wie man sich vorm Abwasch drückt" und "Smørrebrød in Napoli" zeigt, wie Literaturtage in Landshut sein sollen: ohne düstere Moralapostelei, aber mit quicklebendigem Sendungsauftrag. Er gastiert zum Auftakt der Veranstaltungsreihe mit einem 30-minütigen best of aus seinem aktuellen Programm "Hauptsache Europa. Jetzt erst recht!" Denn jetzt braucht es leidenschaftliche Europäer, die den Laden retten. Schnoy macht das.
Eröffnet werden die Literaturtage an diesem Abend durch Landshuts Oberbürgermeister Alexander Putz. Zudem stellen die beiden Programmmacher, die Kulturbeauftragte Uta Spies und der freie Journalist Christian Muggenthaler, das Programm und die Ideen dahinter kurz vor: Wer oder was ist wann und warum Europa?
Was also steckt hinter Europa? Das wüssten wir alle gern. Antworten gibt es: Also auf in die Alte Kaserne! Garniert wird der Abend durch eine kleine Auswahl an Häppchen nach europäischer Art.
MO | 5.November | 19.30 Uhr
Vortrag von Prof. Dr. Rainer Liedtke
Von der Vielfalt zur Einheit? Grundzüge der historischen Entwicklung Europas seit dem 18. Jahrhundert
Vortrag von Prof. Dr. Rainer Liedtke
Inhaber des Lehrstuhls für Europäische Geschichte an der Universität Regensburg
Ort: Volkshochschule, Ländgasse 41
Eintritt frei - keine Anmeldung erforderlich
Die Frage nach Europa beinhaltet auch die Frage nach der historischen Herkunft dessen, was wir als Europa betrachten. Was hat den Kontinent geprägt, so wie wir ihn heute sehen und verstehen? Hat es jenes Selbstverständnis immer schon gegeben, jenseits lokaler oder nationaler Selbstdefinition auch Europäer zu sein? Oder ist dieses Europabewusstsein deutlich jüngeren Datums?
Prof. Dr. Rainer Liedtke wird in seinem Vortrag diesen Fragen nachgehen. Für ihn setzt die Beantwortung ein mit dem Prozess der Industrialisierung, der im 18. Jahrhundert begann und Europa deutlich unterschiedlich prägte. Verschiedene Fortschrittsgeschwindigkeiten hatten beispielsweise bedeutsame Migrationsströme und unterschiedliche Bildungsstandards zur Folge. Die sich im 19. Jahrhundert noch einmal völlig neu organisierenden Nationalstaaten entwickelten zunächst ein kontinentweites Mit- dann ein schreckliches kriegerisches Gegeneinander, dessen friedenserhaltende Folge die heutige Europäische Union ist.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Historischen Verein für Niederbayern e.V.
DI | 6. November | 20.00 Uhr
Balkanstreifzüge von und mit Harald Grill
NEUERSCHEINUNG
Harald Grill "Hinter drei Sonnenaufgängen"
Lesung mit Musik
Musik: Claudio Temporale, Klarinette
Ort: Salzstadel, Steckengasse 308
Eintritt 10,00 Euro
Karten bei: Buchhandlung Dietl und www.reservix.de
Im Jahr 2015 haben der Autor Harald Grill und seine Frau den Balkan bereist. Durch Rumänien und Bulgarien bis Odessa führten ihre Streifzüge. Dabei hat Grill ein Tagebuch geführt und ein Buch daraus gemacht, das gerade erschienen ist und jetzt bei den Literaturtagen vorgestellt wird. Es heißt "Hinter drei Sonnenaufgängen. Balkanstreifzüge durch Rumänien und Bulgarien bis Odessa" und atmet den Rhythmus von Grills Art zu reisen: behutsam, immer wieder innehaltend, neugierig, eigen, mit der Langsamkeit des wahren Entdeckers. Er trifft Menschen und Landschaften, lässt sich auf sie ein, fühlt sich ein. Und dann erzählt er zu Hause davon. Harald Grill ist ein großer Erzähler. Und wenn er vor Publikum auftritt, dann wird er zum gewandten, dem Publikum zugewandten erzählenden Menschen, dem man sehr gern zuhört.
Der gebürtige Hengersberger Grill, dem bereits die Landshuter Literaturtage im Jahr 2011 gewidmet waren, ist ein Europa-Entdecker. Jetzt kann er seinem Publikum vom Balkan erzählen: ein Reiseführer der besonderen Art!

Eine Veranstaltung des Kulturforum Landshut e.V.
DO | 8.November | 19.30 Uhr
"Alpensolo. Allein zu Fuß von Ost nach West" mit Ana Zirner
NEUERSCHEINUNG
"Alpensolo. Allein zu Fuß von Ost nach West"
Buchpräsentation/Vortrag von und mit Ana Zirner
Ort: Bücher Pustet, Altstadt 28
Eintritt 10,00 Euro
Karten bei: Bücher Pustet Landshut und www.landshuter-literaturtage.de
Die Alpen sind die prägende Gebirgskette Zentraleuropas. Die hohen Gipfel trennen Regionen voneinander, reizen aber auch zum Bereisen, Durchqueren, Zueinanderfinden. Die junge Autorin, Kulturmanagerin und Regisseurin Ana Zirner hat im Sommer 2017 die Alpen von Ost nach West überquert, kann davon viele Fotos zeigen und besonders spannend erzählen. Das wird sie auch bei den Literaturtagen machen, wenn sie im Rahmen der Vorstellung ihres gerade erschienenen Buches "Alpensolo" berichtet von ihren 60 Tagen in den Bergen: 2.000 Kilometer alleine von Ljubljana bis Grenoble ergeben hunderterlei Geschichten fürs Publikum, Einsichten, Aussichten, Ansichten.
Packend und mit starker Stimme erzählt sie vom Glück, unter dem Sternenhimmel zu biwakieren. Wie sie beim Bergsteigen ihr Bewusstsein schärft und der Natur mit Respekt begegnet. Dass ihr die Berge in ihrer ruhenden Weisheit einen Platz zuweisen. Und was sie von den Menschen, die dort wohnen, über Mitgefühl und Demut lernt.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit Bücher Pustet Landshut
MO | 12.November | 19.30 Uhr
"Alle, außer mir" mit Francesca Melandri
Europa in Nahaufnahme
Francesca Melandri "Alle, außer mir"
Lesung und Gespräch in italienischer und deutscher Sprache
Moderation und Übersetzung: Dr. Stefan Ulrich, Süddeutsche Zeitung
Deutsche Lesung: Mona Fischer, Landestheater Niederbayern
Ort: Alter Schlachthof (Via del Gusto), Stethaimerstraße 33
Eintritt 12,00 Euro
Karten bei: Via del Gusto und www.landshuter-literaturtage.de
Der neue Roman "Alle, außer mir" (Originaltitel: "Sangue giusto") der bekannten italienischen Autorin Francesca Melandri wird von der Presse einstimmig gefeiert als "ein – nicht nur – italienisches Sittengemälde, das punktgenau ins nervöse Herz der Gegenwart trifft" (Süddeutsche Zeitung). In der schier unglaublichen Familiengeschichte über drei Generationen geht es um die Kolonialvergangenheit Italiens und ihre langen Schatten, die bis in die Gegenwart reichen. Das Buch beschreibt auch, wie die Not, die augenblicklich viele Menschen zur Flucht treibt, von Europa und seinem Wirtschaftsgebaren mitverursacht wird.
Das Gespräch mit Francesca Melandri über diese "Reise in die italienische Seele" (La Repubblica) führt und übersetzt (zusammenfassend) Dr. Stefan Ulrich, profunder Italienkenner und stellvertretender Leiter des Meinungsressorts der Süddeutschen Zeitung.

Ab 18.30 Uhr Barbetrieb mit italienischen Getränken und Speisen.
DI | 13.November | 19.00 Uhr
"Munin oder Chaos im Kopf" mit Monika Maron
Europa in Nahaufnahme
Monika Maron "Munin oder Chaos im Kopf"
Lesung und Gespräch
Moderation: Cornelia Zetzsche, Bayerischer Rundfunk
Ort: Foyer des Landshuter Rathauses, Altstadt 315
Eintritt 12,00 Euro
Karten bei: Tourismus-Information im Rathaus und www.landshuter-literaturtage.de
Wie viel Anderes, Störendes, Anstrengendes verträgt eine Gemeinschaft? In Monika Marons viel diskutiertem Roman "Munin oder Chaos im Kopf" geht es um eine im Kern gut funktionierende Nachbarschaft, die von einer lauthals auf ihrem Balkon singenden Frau entnervt, auf den Kopf gestellt und schließlich zum Widerstand gedrängt wird. Dabei ist dieser Roman eher ein Gleichnis für die Aufnahmefähigkeit und die Ängste einer Gesellschaft schlechthin, ein "deutsches Sittenbild des Jahres 2018, […] das von der großen Gereiztheit in der heutigen Welt" kündet. (Deutschlandfunk). Maron gibt diesen Ängsten in ihrem Roman eine Stimme – sie hat dafür auch viel Kritik und den Vorwurf von provozierenden Ressentiments einstecken müssen. Im "Chaos im Kopf" lebt nämlich auch Munin, eine Krähe, die durchaus auch politisch Unkorrektes krächzt.
Grund genug für die Landshuter Literaturtage, die Diskussion aufzunehmen und mit der bekannten Autorin zu sprechen, über ihr aktuelles Buch "Munin", aber auch über das Leben und Schaffen einer Schriftstellerin, die 1941 in Berlin geboren wurde, von 1951 bis 1988 in der DDR lebte und seit 1988 in der BRD.

MI | 14.November | 19.30 Uhr
Literaturshow mit Jaroslav Rudiš
Europa in Nahaufnahme
Jaroslav Rudiš - Literaturshow
Moderation: Christian Muggenthaler, freier Autor
Ort: kleines theater – Kammerspiele Landshut, Bauhofstraße 1
Eintritt 12,00 Euro
Karten bei: Tourismus-Information im Rathaus und www.landshuter-literaturtage.de
Jaroslav Rudiš (*1972 in Turnov/Böhmen) gehört zu den spannendsten und unterhaltsamsten Autoren aus unserem nahen Nachbarland Tschechien, er schreibt sowohl in seiner Muttersprache als auch in Deutsch, lebt derzeit in Holland und ist sehr gerne Europäer – auch vor dem Hintergrund der historischen Erfahrung des Eisernen Vorhangs. Dazu ist er ein begnadeter literarischer Entertainer, ein wunderbarer Erzähler, arbeitet auch mit Film und Comicstrips und wird bei seiner bunten Show verschiedene seiner Bücher vorstellen, und zwar "von Alois Nebel über Grandhotel und Nationalstraße bis zu Herrn Horváth. Ein großer Bogen also :-) So muss es sein", wie er selbst schreibt.
Prag, Pils, Punks und Politik: die Bandbreite ist bei Rudiš groß. Moderiert wird der Abend – natürlich: bei niederbayerischem Bier – von Christian Muggenthaler, freier Autor, Mitorganisator der Landshuter Literaturtage.
2018 erhielt Jaroslav Rudiš den Preis der Literaturhäuser

DO/FR | 15./16.November |
"Nach Europa" - Theaterstück (Schulvorstellungen)
"Nach Europa"
Ein Theaterstück auf dem Weg nach Europa
Von und mit Lukas Ullrich und Till Florian Beyerbach
Schülervorstellung (geschlossene Veranstaltung)
Ort: Hans-Carossa-Gymnasium, Landshut und Maristen-Gymnasium Furth
"Nach Europa" ist ein europäisches Theaterstück: Zwei Personen auf der Flucht – verstrickt in ihre ganz eigenen Vorstellungen von Europa. Ein berührendes, informatives und kurzweiliges Theaterstück zum Zustand der Demokratie und darüber, dass Frieden und Gerechtigkeit möglich sind und wir für ein demokratisches Europa einstehen müssen. Ullrich und Beyerbach zu ihrem Stück: "Offensichtlich werden wir nicht als Demokraten geboren, sondern es braucht immer wieder neue Diskussionen, um die Demokratie mit Leben zu erfüllen. Dazu möchten wir beitragen."

Veranstalter: Hans-Carossa-Gymnasium Landshut und Maristen-Gymnasium Furth
DO | 15.November | 19.30 Uhr
Willkommen in den Sprachen! Su Turhan und FremdsprachenschülerInnen
Willkommen in den Sprachen!
Ein Abend über Mehrsprachigkeit mit Schülerinnen und Schülern der Fremdsprachenschule in der vhs
und dem Autor Su Turhan
Ort: Saal der Volkshochschule, Ländgasse 41
Eintritt 10,00 Euro
Karten bei: Tourismus-Information im Rathaus und www.landshuter-literaturtage.de
Europa ist ein Kontinent der Sprachen. Viele Menschen wachsen zwei- oder mehrsprachig auf. Die Frage, wie es ist, mit mindestens zwei Sprachen zurecht zu kommen, ist deshalb wesentlich für das Nachdenken über Europa. Wie das konkret ausschaut, zeigen Schülerinnen und Schüler der Fremdsprachenschule in der vhs Landshut. Diese Schüler lernen andere Sprachen und kommen oft auch aus Ländern oder Familien, in denen andere Sprachen als Deutsch gesprochen werden. Wie ist es, in verschiedenen Sprachen zu Hause zu sein? Wie kommt man damit zurecht?
Bei einem spannenden Abend über diese Fragen stellen die Schülerinnen und Schüler, eigene Texte vor, die in Workshops mit dem Schriftsteller Nevfel Cumart entstanden sind. Mit dabei sein wird der deutsche Regisseur, Drehbuchautor und Schriftsteller Su Turhan, der aufgrund seiner türkischen Herkunft ebenfalls von Zweisprachigkeit geprägt ist. Turhan wurde bekannt durch seine Krimireihe um den "türkischen Münchner" Kommissar Pascha.

In Kooperation mit der Fremdsprachenschule in der vhs Landshut
FR | 16.November | 19.00 Uhr
Preisverleihung des Literaturwettbewerbs
Preisverleihung des Literaturwettbewerbs "Europa liest sich gut!" mit Lesung
Ort: Alte Kaserne – Jugendkulturzentrum der Stadt Landshut, Liesl-Karlstadt-Weg 4
Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich
Ein Ende der Spannung ist in Sicht: Heute werden wir die vier Preisträgerinnen und Preisträger des Literaturwettbewerbs "Europa liest sich gut!" bekannt geben und ehren! In den zurückliegenden Wochen wurden uns viele bemerkenswerte und auch ungewöhnliche Texte zugesandt: Geschichten und Berichte über Begegnungen mit unseren europäischen Nachbarn, über gefühlte und echte Grenzen, über das Leben in und Visionen über Europa. Die Preisverleihung wird kunterbunt und spannend: Sebastian Geiger, Redakteur der Landshuter Zeitung/Straubinger Tagblatt, wird bewährt herzlich durch den Abend führen, die sechs Jurymitglieder die drei Preisträger und zusätzlich einen Jugendpreisträger (bis zu 25 Jahre) bekannt geben. Schon jetzt sind wir nicht nur auf das Urteil der Juroren gespannt, sondern auch auf den beliebten Landshuter Schauspieler Jochen Decker vom Stadttheater, der die vier prämierten Texte professionell vortragen wird. Musikalisch begleiten der Saxophonist Matthieu Bordenave und Peter Papritz am Rock-Pop-Jazz-Piano den Abend.
Natürlich wird es bei einem guten Getränk für alle genügend Zeit zum Fachsimpeln geben.

Der Literaturwettbewerb ist eine Kooperation der Landshuter Literaturtage mit der Landshuter Zeitung und Freistunde, der Jugendredaktion von Straubinger Tagblatt/ Landshuter Zeitung.
MO | 19.November | 17.30 Uhr
Lyrische Wanderung mit Oliver Karbus
Lyrische Wanderung mit Oliver Karbus
Treffpunkt: Theklakapelle, Alte Bergstraße 154
Eintritt 10,00 Euro
Karten bei: Tourismus-Information im Rathaus und www.landshuter-literaturtage.de
Um durch Europa zu reisen, braucht es nicht unbedingt Flugzeug, Auto oder Eisenbahn. Oft reicht schon ein gutes Buch. Denn die Literatur aus Europa ist vielschichtig, länder- und zeitenübergreifend. Und eine der Wurzeln der europäischen Literatur ist sicherlich die Lyrik. Deshalb begeben wir uns auf eine literarische Europa-Wanderung durch Landshut: Mit dem Theaterregisseur, Schauspieler und großen Lyrik-Experten Oliver Karbus geht es auf europäische Gedicht-Wanderung in die Altstadt.
In fünf besonderen Räumen (Thekla-Kapelle, Dudlhofer, Frauenkapelle, Landshuter Zeitung und Männerladen) wird Karbus für die Reisegruppe je eine Viertelstunde Lyrik aus jeweils einem anderen europäischen Land rezitieren. Wir bereisen dabei die Länder Schottland, Polen, Österreich, Frankreich und Deutschland. Zu jedem Land hat Karbus Gedichte ausgesucht, jeder Ort ist eine andere europäische Gegend. Denn wie gesagt: Um durch Europa zu reisen, braucht es nicht unbedingt Flugzeug, Auto oder Eisenbahn.
DI | 20.November | 19.30 Uhr
Lesung mit Catalin Dorian Florescu
Europa in Nahaufnahme
Zuhause in zwei Welten
Lesung mit Catalin Dorian Florescu
Einführung: Klaus Wegmann, Direktor des Gymnasiums Ergolding
Ort: Buchhandlung Hugendubel, Altstadt 72
Eintritt 12,00 Euro
Karten bei: Buchhandlung Hugendubel und www.landshuter-literaturtage.de
Im Roman "Der Mann, der das Glück bringt" des Schriftstellers Catalin Dorian Florescu geht es um zwei Familiengeschichten in New York und im Donaudelta: zwei Welten. Und zwei Welten sind es auch, in denen Florescu zu Hause ist. Geboren ist er in Rumänien, als 15-Jähriger wanderte er mit seinen Eltern in die Schweiz aus, studierte Psychologie, arbeitete als Suchttherapeut, lebt in Zürich und schreibt Romane, Erzählungen, Essays. Zuletzt verfasste er das Sachbuch "Die Freiheit ist möglich".
Florescu sagt von sich: "Ich bin ein osteuropäischer Schriftsteller, der Deutsch schreibt." Er kennt das Zuhausesein in zwei Welten und in zwei Sprachen, kennt Gemeinsamkeiten und Gegensätze Europas. Migration gehört zu seinen Lebensthemen. Darüber und über seine Literatur wird Florescu erzählen und aus seinen Werken lesen. Ein Zusammentreffen mit einem Autor, der laut Sächsischer Zeitung "zweifellos zu den größten Geschichtenerzählern seiner Generation" zählt und der seine Auftritte so beschreibt: "klar, direkt, spontan".

In Kooperation mit der Buchhandlung Hugendubel Landshut
DO | 22.November | 18.00 Uhr
Annette Kolb - eine große Europäerin
Annette Kolb – eine große Europäerin
vorgestellt von Heidi Prax
Ort: Foyer des Landshuter Rathauses, Altstadt 315
Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich
Annette Kolb (1870–1967): die kleine Grand Dame der deutschen Literatur und des europäischen Gewissens – ihr Leben lang! Kolb gehörte zu den wenigen Intellektuellen, die sich mitten im nationalistisch vergifteten Ersten Weltkrieg für Pazifismus und Völkerverständigung einsetzte – neben Schriftstellerkollegen wie Hermann Hesse und Romain Rolland. Ihr deutsch-französischer Familienhintergrund (Mutter Pariserin, Vater Münchner) machte sie zu einer großen Europäerin: "… und als ich aufwuchs, da lag mir immer mehr am Herzen, daß die Franzosen und die Deutschen sich so liebten, wie ich die beiden zusammen liebte, denn ich habe zu beiden im gleichen Maße gehört."
Zwei Mal musste Annette Kolb ins Exil: 1916 in die Schweiz, 1933 zuerst nach Paris und dann nach New York. Nach ihrer Rückkehr in die alte Heimat Europa lebte sie in Paris, München und Badenweiler.
Heidi Prax wird aus dem Leben von Annette Kolb erzählen und aus ihren Büchern lesen: ein Abend, gewidmet einer Autorin, die mit ihrer ganzen Biografie für ein geeintes Europa steht.

Eine Veranstaltung in der Reihe "Bücher und mehr" der Stadtbücherei Landshut
SO | 25.November | 11.00 Uhr
Land, Leute, Leben mit Lisa Gusel
Lisa Gusel - Land, Leute, Leben
Lesung mit Musik
Musik: Evi Keglmaier, Tuba und Bratsche
Ort: Barockdachstuhl der Lebenshilfe Landshut, Spiegelgasse 207 (barrierefrei)
Eintritt 10,00 Euro
Karten bei: Tourismus-Information im Rathaus und www.landshuter-literaturtage.de
Lisa Gusel stellt in dieser Matinee Biografien und Texte von Frauen vor, die aus dem ländlichen Umfeld Bayerns und Österreichs kommen, Frauen, deren Lebensgeschichten viel mit der europäischen Agrargeschichte zu tun haben. Denn so, wie die Landwirtschaft lange Zeit die Länder geprägt hat, hat das bäuerliche Dasein auch die Menschen in Europa geprägt und prägt sie noch. Davon erzählt Lisa Gusel und liest von ihr ausgewählte Texte – wie immer mit großer Empathie. Die Strecke verläuft vom Bayerwald-Umfeld der Dichterin, Land- und Gastwirtstocher Emerenz Meier (1874–1928) bis zur Bio-Bäuerin Margit Mayr-Lamm aus Oberösterreich. Tauchen Sie ein in das Leben anderer Persönlichkeiten, in deren Ansichten und Geschichten. Begeben Sie sich mit Lisa Gusel auf die Spuren ins Land und ins Ländliche und in jene Regionen, aus denen sich unser Europa zusammensetzt!

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Stadtbücherei Landshut



Träger der Landshuter Literaturtage:
Stadt Landshut
unterstützt von:
Bayerisches Statsministerium für Bildung und Kultur, Wissenschaft und Kunst Bezirk Niederbayern, Kulturstiftung