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DO | 19.November | 19.00 Uhr
Auftaktveranstaltung der Literaturtage Der Moment nach Jetzt
Der Moment nach Jetzt. Die Zukunft in 16 Bildern und Songs
Auftaktveranstaltung der Literaturtage
Ort: Prunksaal im Rathaus der Stadt Landshut, Altstadt 315, 84028 Landshut
Regie: Julia Prechsl
Besetzung: Agnes Decker, Thomas Weber
Musik: N.N.
Tickets: zur Zeit nicht verfügbar
Die Eröffnung der Literaturtage – einmal völlig anders: Der Rathausprunksaal wird zur Theaterbühne. Theaterregisseurin Julia Prechsl wird eine Zukunfts-Collage mit Szenen, Bildern und Songs auf die Bühne bringen, 16 Momentaufnahmen von der Zukunft, 16 mögliche Einblicke in die Zeit nach dem Jetzt, 16 Visionen.
Was ist im Weiterleben alles möglich? Wo geht die Reise hin? Werden wir alle anders? Und: How dare you? Irgendwo auf der dramaturgischen Strecke zwischen dem Nummernprogramm der "New York Neo-Futurists" und der Montage-Technik des großen Labors Theater sucht Julia Prechsl einen Weg ins Morgen-Land. Dabei geht es weltweit rundrum, denn "Zukunft", sagt die Regisseurin, "kann man nur global denken." Und landet dann doch am Ende sehr lokal in Landshut.

Julia Prechsl ist gebürtige Landshuterin, lebt in München, studierte Regie an der Theaterakademie August Everding und inszenierte u.a. am Residenztheater München, Staatstheater Nürnberg, Staatstheater Saarbrücken, Staatstheater Stuttgart und Theater Regensburg.
SO | 22.November | 11.00 Uhr
Bertha von Suttner. Die entwaffnende Frau vorgestellt von Lisa Gusel

Zum Audio-Podcast.
Ab 23.11. verfügbar.
Bertha von Suttner (1843–1914) – Die entwaffnende Frau
vorgestellt von Lisa Gusel
Musik: Markus Mayer, Akkordeon
Ort: Rathausfoyer, Altstadt 315
Eintritt: 10,00 Euro, 8,00 Euro ermäßigt
Tickets: Tourismus-Information im Rathaus, Tel. 0871/92205-0
"Die Waffen nieder!": Das ist der bekannteste Romantitel von Bertha von Suttner (1843–1914). 1889 erschienen, wendet sich das Buch gegen Militarismus und Kriegsgewalt, ist Ausdruck von Pazifismus und Friedenssehnsucht. Und drückt damit eine Utopie aus, die heute immer noch aktuell ist. "Die Waffen nieder!": eine immerwährende Forderung. Bertha von Suttner schrieb Artikel als Kriegsberichterstatterin, arbeitete für Völkerverständigung, gründete die Deutsche Friedensgesellschaft, organisierte Friedenskonferenzen, schuf Regularien des Kriegsrechts mit und erhielt im Jahr 1905 den Friedensnobelpreis. Sie setzte sich außerdem für Frauenrechte ein – und da waren dann noch ihre Beziehungen, etwa mit dem sie sehr inspirierenden Seelenfreund Alfred Nobel…
Lisa Gusel, die sich in ihren Lesungen zupackend, zugewandt und augenöffnend mit Frauengeschichte und -biografien auseinandersetzt, hat aus Werken von und Texten über Bertha von Suttner eine spannende Reise durch das bewegte und bewegende Leben der Autorin und Pazifistin zusammengestellt. Eindrücke aus dem Leben einer entwaffnenden Frau.

MO | 23.November | 19.00 Uhr
Laura Lichtblau "Schwarzpulver" Lesung, Musik, Gespräch
Laura Lichtblau "Schwarzpulver"
Lesung, Musik, Gespräch
Moderation: Christian Muggenthaler
Ort: Rocketclub Landshut, Ladehofplatz 5, 84030 Landshut
Eintritt: 10,00 Euro, 8,00 Euro ermäßigt
Tickets: Buchhandlung Hugendubel, Altstadt 72, 84028 Landshut
"Schwarzpulver" heißt der neue Roman der Autorin Laura Lichtblau, die ein Deutschland schildert, in dem jene das Sagen haben, die die Staatsgewalt zum Durchsetzen ihrer reaktionären Normen missbrauchen. Das ist keine so besonders weit hergeholte Dystopie, wie ein Blick auf die weltweite Bedrohung demokratischer Prinzipien zeigt. "Schwarzpulver" handelt von "drei Verlorengegangenen" – Burschi, Johanna und Charlie –, die sich mit der rechtsautoritären Diktatur der "Partei" auseinandersetzen müssen. Und das Buch handelt auch vom Zusammenhang zwischen Privatem und Politischem.
Aus drei Blickwinkeln geht es in feinsilbriger Sprache und mit viel Witz um eine Zukunft, die zu verhindern heute schon Auftrag ist. Denn wie langsam Veränderungen auch sind: Irgendwann drohen sie, unumkehrbar zu sein.

"Welch ein seltsames, seltsam schönes Buch ist das!" (WELT, Marlen Hobrack)

Laura Lichtblau, in München geboren, in Berlin lebend, liest aus dem Buch und unterhält sich mit Christian Muggenthaler über ihren Erstlings-Roman und ihre Zukunftserwartungen. Sie hat ein paar Musikstücke ausgewählt, die vielleicht auch die Zukunft prägen werden.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Buchhandlung Hugendubel Landshut.
DI | 24.November | 19.30 Uhr
"Was wäre wenn?" Vortrag von Dr. Bernhard Lübbers
Was wäre wenn? Vortrag über die kontrafaktische Geschichte
von Dr. Bernhard Lübbers, Leiter der Staatlichen Bibliothek Regensburg
Ort: Prunksaal im Rathaus der Stadt Landshut, Altstadt 315, 84028 Landshut
Eintritt frei – Aus organisatorischen Gründen ist ein Ticket erforderlich.
Tickets: Tourismus-Information im Rathaus, Tel. 0871/92205-0
Historie im Konjunktiv, variable Zukünfte: Wie wären Geschehnisse verlaufen, wenn sich hier und da ein Detail verändert hätte? Wenn zum Beispiel der Thronfolger von Österreich-Ungarn, Erzherzog Franz Ferdinand, am 28. Juni 1914 nicht nach Sarajewo gefahren wäre, wo er ermordet wurde. Die Tat löste die Julikrise aus, die schließlich zum Ersten Weltkrieg führte.
Nicht nur für Freunde der science fiction sind Geschichten über eine solche "alternate history" spannend! Auch für Historikerinnen und Historiker ist das Thema ein großes Faszinosum.
Dr. Bernhard Lübbers hat sich auf die Suche gemacht nach Werken der kontrafaktischen Geschichte. So etwa "Vaterland" von Robert Harris, ein Roman der mit dem Gedanken spielt, was wohl wäre, wenn Deutschland den Zweiten Weltkrieg gewonnen hätte. Oder der Erste Weltkrieg eben nicht stattgefunden hätte, wie das im Buch "Der Komet" von Hannes Stein durchgespielt wird.
Lübbers spielt dieses Spiel gerne mit. Und er hat auch einen eigens ersonnenen alternativen Geschichtsverlauf für Landshut mit dabei.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Historischen Verein von Niederbayern.
MI | 25.November | 18.30 Uhr
Heidi Prax stellt Zukunfts-Bücher von Frauen vor

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Ab 26.11. verfügbar.

Heidi Prax stellt Zukunfts-Bücher von Frauen vor
Literarischer Streifzug von Christine de Pizan bis Maja Lund
Ort: Salzstadel, Steckengasse 308
Eintritt frei – Aus organisatorischen Gründen ist ein Ticket erforderlich.
Tickets: Tourismus-Information im Rathaus, Tel. 0871/92205-0

Verschiedenste Zukunftsvorstellungen von schreibenden Frauen sind das Thema von Heidi Prax in der beliebten Reihe "Bücher und mehr": In einem literarischen Streifzug durch die Jahrhunderte demonstriert Prax, was Schriftstellerinnen früher über die Zukunft gedacht haben und heute denken. Es erwartet Sie eine ganz besondere Entdeckungsreise, denn die Türen öffnen sich zu einer weiblichen Sicht auf die Zukunft.
Diese Zeitreise beginnt bei Christine de Pizan (1364-nach 1429), die mit ihrem "Buch von der Stadt der Frauen" eine feministische Utopie geschrieben hat: "Diejenigen, die Frauen aus Mißgunst verleumdet haben, sind Kleingeister, die zahlreichen ihnen an Klugheit und Vornehmheit überlegenen Frauen begegnet sind. Sie reagierten darauf mit Schmerz und Unwillen, und so hat ihre große Mißgunst sie dazu bewogen, allen Frauen Übles nachzusagen." De Pizan ging es um Bildung, Margaret Atwood um Fortpflanzung, Maja Lund ums Klima – um hier nur drei der Autorinnen bzw. Bücher zu verraten, die Heidi Prax vorstellen wird.
Fazit: Bei dieser Buchvorstellung erwarten Sie viele Entdeckungen – und Lesestoff für die Zukunft.

Eine Veranstaltung in der Reihe "Bücher und mehr" der Stadtbücherei Landshut.

DO | 26.November | 20.15 Uhr ausverkauft
Zusatztermin: 18.00 Uhr
"Die Zeitmaschine" von H. G. Wells Science-Fiction-Solo von und mit Thomas Ecker
"Die Zeitmaschine" von H. G. Wells
Science-Fiction-Solo mit Lichteffekten, Musik und Projektionen von und mit Thomas Ecker
Multimedia: Florian Rödl
Ort: kleines theater – KAMMERSPIELE Landshut, Bauhofstraße 1
Eintritt: 15,00 Euro, 10,00 Euro ermäßigt
Tickets: kleines theater (Tel. 0871/29465, Mi - Fr 17 - 19 Uhr), E-Mail an: reservierung@kleinestheaterlandshut.de oder Onlinetickets www.kleinestheater-kammerspielelandshut.de
Der englische Autor, Historiker und Soziologe Herbert George Wells aka H. G. Wells (1866 – 1946) lieferte mit seinem 1895 entstandenen Roman THE TIME MACHINE (DIE ZEITMASCHINE) die erste literarische Beschreibung einer Reise in die Zukunft, die mit einer Zeitmaschine bewerkstelligt wird.
Mittlerweile sind Zeitreisen ein von Autoren häufig und gerne eingesetztes Stilmittel. Ende des 19. Jahrhunderts war es hingegen geradezu visionär und sensationell.
Wells schildert in seinem Roman die ungeheuerlichen Erlebnisse eines Wissenschaftlers, der mit einer selbst konstruierten Zeitmaschine in das Jahr 802.701 reist. Dort findet er die zerstörte Welt von zwei gegensätzlichen Arten von Lebewesen menschlicher Abstammung bewohnt: den oberirdisch lebenden Eloi und den unterirdisch lebenden Morlocks. Der Zeitreisende merkt schnell, dass hinter dem Zusammenleben der beiden Arten ein schreckliches Geheimnis steht ...
DIE ZEITMASCHINE wurde mehrmals verfilmt und gilt als Klassiker und Schlüsselwerk der gesamten Science-Fiction-Literatur.
Thomas Ecker erzählt H. G. Wells' DIE ZEITMASCHINE als Science-Fiction-Solo in einer Mischung aus Theater, inszenierter Lesung und Live-Hörspiel – mit Musik, Geräuschen, Projektionen und Lichteffekten.
FR | 27.November | 19.30 Uhr
Oliver Karbus liest Texte aus der Vergangenheit über die Zukunft

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Ab 28.11. verfügbar.
Vom Gestern- ins Morgen-Land
Oliver Karbus liest Texte aus der Vergangenheit über die Zukunft
Musik: Klangkollektor alias Lars Fischer
Ort: Salzstadel, Steckengasse 308
Eintritt: 10,00 Euro, 8,00 Euro ermäßigt
Tickets: Tourismus-Information im Rathaus, Tel. 0871/92205-0
Aus Klassikern der utopischen und der Science-Fiction-Literatur liest Heinz Oliver Karbus und lässt sein Publikum eintreten in Welten der Zukunft. Unheimlich, unfassbar, unwirklich, beunruhigend, beglückend, womöglich auch mal komisch, immer über die Gegenwart hinausgehend: Das war und ist die Literatur über die zukünftigen Menschen, Dinge und Geheimnisse. Da gibt es die klassischen Utopien von Thomas Morus und die spannenden Geschichten von Ray Bradbury, da gibt es die Vorhersagen von Jules Verne und die ebenso philosophische wie witzige "Reise ans Ende des Universums" von Douglas Adams – und es gibt das höchst bemerkenswerte, im Jahr 1900 erschienene Buch "Landshut im Jahre 2000", eine "Fantasia" von Hermann Wölfle.
Karbus lotet die Temperamente und Emotionen aus, die sich in den Welten der Zukunft ausbreiten und uns Zeitgenossen fassen und packen können. Er taucht mit seinem Publikum ein in fantastische Welten und erzeugt jene Spannung, die in den Geschichten und Visionen enthalten sind: eine Zeitreise durchs Gestern- ins Morgen-Land.
Musikalisch begleitet wird er von elektronischen und elektronisch verfremdeten Klängen von "Klangkollektor".
SA | 28.November | 20.00 Uhr
Severin Groebner "Gut möglich" Kabarett
Severin Groebner "GUT MÖGLICH. Wo sehen Sie mich in den nächsten 50 Jahren? Kabarett in Futur exact"
Ort: Alte Kaserne, Liesl-Karlstadt-Weg 4
Eintritt: zwischen 12,00 Euro (ermäßigt) und 22,00 Euro
Tickets: Buchhandlung Dietl (Tel. 0871 / 22186) und Onlinetickets www.kulturforum-landshut.de
"Meine Zukunft ist so problematisch, dass sie mich selbst zu interessieren anfängt" schrieb Georg Büchner 1835. Zwei Jahre später war er tot. Merke: Die Beschäftigung mit der Zukunft ist ein gefährliches Geschäft. Severin Groebner aber, die Wiener Kassandra aus dem Gemeindebau, der Theresias unter den Exilösterreichern, das austriakische Orakel mit Vibrationshintergrund (er fährt viel Bahn) wirft unerschrocken einen Blick nach vorn. Ins Ungewisse. Was kommt, was geht und was wird gehen? Und was wird uns auf die Nerven gehen? Fünfmal schaut er ins Futur und findet sich in unterschiedlichen Situationen wieder: Bankrott, berühmt, bescheuert, bekehrt und beerdigt. Fünf Möglichkeiten über die Zukunft und wie sie für uns werden könnte. Groebner wirft eine kabarettistische Zeitmaschine an und nimmt uns mit auf eine Reise ins Mögliche. Und wen trifft man dort? Klimawandel, Krieg, Kollektive, Kontinentaldrift oder Kunstinstallationen? Oder drei Meter große Ameisen, die sich von Plastik ernähren? Oder doch wieder nur uns selbst – nur älter.

Eine Veranstaltung des Kulturforum Landshut e.V. und der Alten Kaserne
DI | 1.Dezember | 19.00 Uhr
Karl Olsberg "Boy in a Dead End" Lesung und Gespräch ab 14 Jahre
Karl Olsberg liest aus seinem Jugend-Thriller "Boy in a Dead End" – und klärt Fragen
ab 14 Jahre
Ort: Salzstadel, Steckengasse 308
Eintritt: 10,00 Euro, 8,00 Euro ermäßigt
Tickets: Tourismus-Information im Rathaus, Tel. 0871/92205-0
Karl Olsberg ist ein überaus populärer Autor, der nicht zuletzt für seine Thriller für Jugendliche bekannt ist. Der Jugend-Thriller "Boy in a Dead End" spielt in einer nicht mehr fernen Zukunft im Jahr 2031. Die Technik hat sich weiterentwickelt und vieles, was heute noch Utopie ist, wurde schon umgesetzt. Im Mittelpunkt steht der junge Manuel, der aufgrund einer unheilbaren Nervenkrankheit am ganzen Körper gelähmt ist. In dem Thriller stellt sich eine ganz entscheidende Frage: Wie wäre es eigentlich, wenn es einen Gehirn-Scan gäbe, der den Gehirnträger unsterblich werden ließe, ihn aber von seinem bisherigen Leben abtrennte? Von seinem Körper? Von seinem bisherigen Dasein?
"Boy in a Dead End" beleuchtet das Thema "Selbstbestimmung des eigenen Lebens" und erzählt von neuesten (zukünftigen) technischen und medizinischen Möglichkeiten.

Eine Veranstaltung der Stadtbücherei Landshut.
MI | 2.Dezember | 19.00 Uhr
Sina Trinkwalder "Heimat muss man selber machen" Buchpräsentation, Gespräch
Sina Trinkwalder "Heimat muss man selber machen. Wie wir gemeinsam eine lebenswerte Gesellschaft schaffen"
Buchpräsentation und Gespräch – LIVE-VIDEOÜBERTRAGUNG
Moderation: Christian Muggenthaler
Ort: Salzstadel, Steckengasse 308
Eintritt: 10,00 Euro, 8,00 Euro ermäßigt
Tickets: Tourismus-Information im Rathaus, Tel. 0871/92205-0
"Ich glaubte immer schon daran, dass Wirtschaft für den Menschen da ist. Und nicht umgekehrt." sagt Sina Trinkwalder. Und genau darum geht's auch in der Zukunft: Die muss menschlich sein und menschlicher werden. Und auch darum: Wegen Corona kommt die Autorin nicht selbst nach Landshut. Sie wird live auf einer großen Videoleinwand zugeschaltet. Das Gespräch mit ihr führt Christian Muggenthaler.
Trinkwalder, Jahrgang 1978, studierte Politik und Betriebswirtschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität in München - und brach das Studium "erfolgreich" ab, wie sie selber sagt. Im Jahr 2010 gründete sie das erste textile Social Business in Deutschland: manomama. In dieser Kleidermanufaktur (mit aktuell 150 Angestellten) werden von ehemals arbeitslosen Näherinnen und Nähern innerhalb einer regionalen Wertschöpfungskette ökosoziale Bekleidung und Accessoires produziert. Für ihr ökologisches und soziales Engagement wurde Trinkwalder mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Die Autorin hat mehrere Bücher über ihr Engagement und ihre Methode des Wirtschaftens geschrieben; gerade erschienen ist "Heimat muss man selber machen".
Bei den Literaturtagen geht es deshalb mit Sina Trinkwalder um die Zukunft einer menschenwürdigen Ökonomie, die Chancengerechtigkeit im Blick hat und nicht auf dem Gewinnstreben von wenigen basiert.

Ab 18.30 Uhr Getränkeausschank

Mit freundlicher Unterstützung des Soroptimist-Club Landshut.
DO | 3.Dezember | 19.00 Uhr
Michel Houellebecq "Unterwerfung" inszenierte Lesung
Inszenierte Lesung aus dem Roman "Unterwerfung" von Michel Houellebecq
Regie: Gabriele Gysi
Mitwirkende: Knud Fehlauer
Ort: kleines theater – KAMMERSPIELE Landshut, Bauhofstraße 1, 84028 Landshut
Eintritt: 20,00 Euro, 10,00 Euro ermäßigt
Tickets: kleines theater (Tel. 0871/29465, Mi - Fr 17 - 19 Uhr), E-Mail an: reservierung@kleinestheaterlandshut.de oder Onlinetickets www.kleinestheater-kammerspielelandshut.de
Houllebecqs bislang kontroversester Roman beschwört ein Frankreich herauf, in dem eine autoritäre muslimische Partei schleichend die Macht übernimmt – auf demokratischem Weg und mit Hilfe der intellektuellen Elite. Plötzlich sieht man in der "Stadt der Liebe" Frauen nur noch verhüllt, Schulen und Universitäten ohne islamischer Ausrichtung werden zu Einrichtungen zweiter Klasse, in den Zügen gibt es ein muslimisches Menü und mehrmals täglich ruft der Muezzin zum Gebet. Auch der Held des Romans, Literaturprofessor François, stellt sich bald die Frage, ob es nicht besser sei, den islamischen Glauben anzunehmen. Wie wird er sich entscheiden?
Schonungslos und mit erzählerischer Wucht zeigt der Autor, wie sich die Menschen freiwillig in ein System fügen und sich opportun verhalten, anstatt die Grundwerte der Aufklärung – Freiheit, Gleichheit, Schwesterlichkeit und Brüderlichkeit – zu verteidigen. Die Regisseurin Gabriele Gysi modelliert aus dem kontrovers diskutierten Roman des Goncourt-Preisträgers eine packende szenische Lesung. Es spielt und liest Knud Fehlauer.

Eine Veranstaltung des kleinen theaters – KAMMERSPIELE Landshut.
FR | 4.Dezember | 19.00 Uhr
Ingo Schulze "Die rechtschaffenen Mörder" Lesung und Gespräch
Ingo Schulze "Die rechtschaffenen Mörder"
Lesung und Gespräch
Moderation: Christian Muggenthaler
Ort: KOENIGmuseum, Am Prantlgarten 1
Eintritt: 10,00 Euro, 8,00 Euro ermäßigt
Tickets: Bücher Pustet, Altstadt 28, 84028 Landshut
Ingo Schulze steht für jene Generation, die sich literarisch und publizistisch immer wieder auch mit der deutschen Wiedervereinigung auseinandergesetzt hat, zuletzt auch mit seinem Roman "Die rechtschaffenen Mörder". In diesem geht es – trickreich und doppelbödig – um gesellschaftspolitische Entwicklungen in der Nach-Wende-Zeit, um Revolutionäre und um reaktionäre Tendenzen. Ein Buch mit großer erzählerischer Sogwirkung, aus dem der Autor lesen wird.
Im Kontext und im Gespräch mit dem Journalisten Christian Muggenthaler wird es an dem Abend auch um einen Rück- und vor allem einen Ausblick gehen: Wie haben sich deutsch-deutsche Befindlichkeiten entwickelt, wie wird es weitergehen? Schließlich feiern wir gerade 30 Jahre Wiedervereinigung. Und die war ein starkes Signal für den Zusammenhalt, für einen Gemeinsinn, für den Sehnsuchtsort Demokratie. Eine unserer Zukunftsfragen: Wie kann ein solches Signal weiter wirken?

Ab 18.30 Uhr Getränkeausschank

Eine Veranstaltung in Kooperation mit Bücher Pustet Landshut.



Träger der Landshuter Literaturtage:

Stadt Landshut
unterstützt von:
Bayerisches Statsministerium für Bildung und Kultur, Wissenschaft und Kunst Bezirk Niederbayern, Kulturstiftung